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Die Schilddrüse: das kleine Organ, das alles steuert

  • Autorenbild: Ali M Alhasan
    Ali M Alhasan
  • vor 1 Tag
  • 1 Min. Lesezeit

Sie wiegt kaum mehr als 20 Gramm und sitzt unscheinbar unterhalb des Kehlkopfes – und trotzdem hängt von ihr ab, wie wir uns fühlen, ob wir frieren, zunehmen oder ständig müde sind. Die Schilddrüse ist eine der unterschätztesten Steuerzentralen des Körpers.

Was die Schilddrüse eigentlich tut

Sie produziert die Hormone Thyroxin (T4) und Triiodthyronin (T3). Diese beiden bestimmen, wie schnell unser Stoffwechsel läuft – sie beeinflussen Herzschlag, Körpertemperatur, Verdauung, Stimmung und Energie. Man kann sie sich als Gaspedal des Organismus vorstellen.

Wenn das Gleichgewicht kippt

Arbeitet die Schilddrüse zu langsam (Unterfunktion), fühlen sich viele Menschen müde, frieren leicht, nehmen zu und sind antriebslos. Bei einer Überfunktion ist es umgekehrt: Herzrasen, Unruhe, Gewichtsverlust und Schlafprobleme. Beides ist gut behandelbar – aber nur, wenn es erkannt wird.

  • Unterfunktion: Müdigkeit, Frieren, Gewichtszunahme, trockene Haut.

  • Überfunktion: Herzrasen, Nervosität, Gewichtsverlust, Schwitzen.

Die Rolle der Ernährung

Für die Hormonproduktion braucht die Schilddrüse vor allem Jod – Deutschland gilt traditionell als Jodmangelgebiet, weshalb jodiertes Speisesalz und Seefisch eine Rolle spielen. Auch Selen ist beteiligt. Wichtig: Mehr ist nicht automatisch besser. Sowohl zu wenig als auch zu viel Jod kann der Schilddrüse schaden, gerade bei bestehenden Erkrankungen wie Hashimoto.

Genau hier lohnt sich fachlicher Rat statt Eigenexperiment: Wer den Verdacht auf eine Schilddrüsenstörung hat, sollte die Werte ärztlich abklären lassen, bevor er an der Ernährung oder an Präparaten herumschraubt.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.

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